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Bei insgesamt mehr als 30 Jahren Erfahrung in der
Hundeausbildung habe ich viele Dinge gesehen, miterlebt und teilweise selbst
praktiziert, die nicht zum eigentlich gewünschten Erfolg führten.
Freudig und aufmerksam lief früher fast kein Hund neben seinem Hundeführer,
höchstens korrekt.
Wie so oft, wußte man es damals nicht besser. Jedoch
einige, wenige Sportler machten sich in dieser Zeit Gedanken darum, wie man den
Hund dazu bringt, seine Arbeit freudig zu zeigen. Das war die Zeit, wo viele
Hunde freudig und aufmerksam, aber teilweise sehr unkorrekt ihre Arbeit
verrichteten.
Durch Verfeinerung der Ausbildung und Erweiterung des
Wissensstandes sind heute wiederum einige wenige gute Hundeführer in der Lage,
ihre Hunde so auszubilden, daß man sich diese Arbeit sehr gerne, und voller
Hochachtung anschaut. Diese Hundeführer haben aber nicht nur einfach einen guten
Hund, oder halt das richtige Händchen für die Sache, sondern betreiben diesen
Sport schon sehr lange. Ihr Wissen und Können haben diese Profis nicht aus
Büchern oder von Videos abgeguckt. Sie haben sich ihre Fähigkeiten größtenteils
dadurch erworben, indem sie andere "Könner" gefragt oder auf die Finger geschaut
haben, um dann - unter deren Anleitung versteht sich - dies dann selbst zu
praktizieren.
Auch mir ist dieses Wissen und Können nicht in den Schoß
gefallen. Es ist vielmehr ein Produkt von vielen Ratschlägen, stundenlanger
Diskussionen in Vereinsheimen, letztendliches Ausprobieren und den daraus
resultierenden Erkenntnissen. Dabei habe ich auch Rückschläge hinnehmen müssen,
aber letztendlich wieder Erfahrungen gewonnen. Wenn Hunde innerhalb der
Ausbildung, oder auch auf Prüfungen, bestimmte, unerwünschte Verhaltensweisen
zeigen, sehe ich das meistens schon vorher; und sage es dann auch. Viele
Hundesportler fragen mich dann: "Woher wußtest Du das ?" oder "Woran hast Du das
schon wieder gesehen ?" Die Antwort ist einfach: "Erfahrung in der Sache !" Nun
könnte ich aber meinen Mund halten und denken: "Soll derjenige doch sehen, wie er
mit dem Problem fertig wird."
Andersherum denke ich dann, dass mir auch schon viele Leute
geholfen haben. Das wird hoffentlich auch in Zukunft auch noch so sein, denn
Hundesport und seine Ausbildungsmethoden werden sich immer weiterentwickeln.
Diejenigen, die nicht bereit sind, diese Entwicklung mitzumachen, bleiben auf der
Strecke. Auch dafür gibt es Beispiele genug. Richtig guter Hundesport ist
heutzutage Hochleistungssport, sehr zeitintensiv und wird größtenteils mit dem
Kopf betrieben.
Massive Einwirkungen - egal mit welchen Hilfsmitteln - sind
nicht immer des Rätsels Lösung und führen meist nur zum kurzfristigen Erfolg.
Eine auf Dauer anspruchs- und ausdrucksvolle Arbeit basiert vielmehr auf
Problemerkennung, Vorüberlegung und eine gehörige Portion
Wissen. Hierbei geht es um die
richtige Kommunikation mit dem Hund.
Wichtig für alle Ausbilder, Hundeführer und
Schutzdiensthelfer.
Wer meint, er könne dies vernachlässigen, ist heutzutage nur noch in der Lage
eine Vereinsprüfung zu absolvieren. Auf weiterführenden Prüfungen wird diese Art
der Ausbildung immer öfter abgefragt.
Aus diesen Überlegungen heraus, bin ich bereit, mein Wissen und
meine Erfahrung in Theorie
& Praxis weiterzugeben.
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