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Bei insgesamt mehr als 30 Jahren Erfahrung in der
Hundeausbildung habe ich viele Dinge gesehen, miterlebt und teilweise selbst
praktiziert, die nicht zum eigentlich gewünschten Erfolg führten.
Freudig und aufmerksam lief in den 80er Jahren fast kein Hund neben seinem
Hundeführer, höchstens korrekt.
Wie so oft, wußte man es damals nicht besser. Jedoch
einige, wenige Sportler machten sich in dieser Zeit Gedanken darum, wie man den
Hund dazu bringt, seine Arbeit freudig zu zeigen. Das war die Zeit, wo viele
Hunde freudig und aufmerksam, aber teilweise sehr unkorrekt ihre Arbeit
verrichteten.
Durch Verfeinerung der Ausbildung und Erweiterung des
Wissensstandes sind heute wiederum einige wenige gute Hundeführer in der Lage,
ihre Hunde so auszubilden, daß man sich diese Arbeit sehr gerne, und voller
Hochachtung anschaut. Diese Hundeführer haben aber nicht nur einfach einen guten
Hund, oder halt das richtige Händchen für die Sache, sondern betreiben diesen
Sport schon sehr lange. Ihr Wissen und Können haben diese Profis nicht aus
Büchern oder von Videos abgeguckt. Sie haben sich ihre Fähigkeiten größtenteils
dadurch erworben, indem sie intensiv nachgedacht, andere "Könner" gefragt oder
auf die Finger geschaut haben, um dann - unter deren Anleitung versteht sich -
dies dann selbst zu praktizieren.
Auch mir ist dieses Wissen und Können nicht in den Schoß
gefallen. Es ist vielmehr ein Produkt von vielen Ratschlägen, stundenlanger
Diskussionen in Vereinsheimen, letztendliches Ausprobieren und den daraus
resultierenden Erkenntnissen. Dabei habe ich auch Rückschläge hinnehmen müssen,
aber letztendlich wieder Erfahrungen gewonnen. Wenn Hunde innerhalb der
Ausbildung, oder auch auf Prüfungen, bestimmte, unerwünschte Verhaltensweisen
zeigen, sehe ich das meistens schon vorher; und sage es dann auch. Viele
Hundesportler fragen mich dann: "Woher wußtest Du das ?" oder "Woran hast Du das
schon wieder gesehen ?" Die Antwort ist einfach: "Erfahrung in der Sache !" Nun
könnte ich aber meinen Mund halten und denken: "Soll derjenige doch sehen, wie er
mit dem Problem fertig wird."
Andersherum denke ich dann, dass mir auch schon einige
wenige, sehr gute Leute geholfen haben. Das wird hoffentlich auch in Zukunft auch
noch so sein, denn Hundesport und seine Ausbildungsmethoden werden sich immer
weiterentwickeln. Heute fließen u. a. auch wissenschaftliche Erkenntnisse aus der
Verhaltensforschung mit in die Ausbildung ein. Diejenigen, die nicht bereit sind,
diese Entwicklung mitzumachen, bleiben auf der Strecke. Auch dafür gibt es
Beispiele genug. Richtig guter Hundesport ist heutzutage Hochleistungssport, sehr
zeitintensiv und wird größtenteils mit dem Kopf betrieben.
Massive Einwirkungen - egal mit welchen Hilfsmitteln - sind
nicht immer des Rätsels Lösung und führen meist nur zum kurzfristigen Erfolg.
Eine auf Dauer anspruchs- und ausdrucksvolle Arbeit basiert vielmehr auf
Problemerkennung, Vorüberlegung, konsequente Anwendung von Lerngesetzen und einer
gehörigen Portion Wissen. Wer
meint, er könne dies vernachlässigen, ist heutzutage nur noch in der Lage eine
Vereinsprüfung zu absolvieren. Auf weiterführenden Prüfungen wird diese Art der
Ausbildung immer öfter abgefragt, denn durch anspruchsvollere Ausbildungsmethoden
wurden auch die Prüfungsordnungen und deren Auslegung durch die Leistungsrichter
angepasst. Ein ständig dynamischer Prozess, mit dem der HF sich heutzutage
auseinanderzusetzen hat.
Hierbei geht es um die richtige Kommunikation mit dem
Hund.
Wichtig für alle Ausbilder, Hundeführer und
Schutzdiensthelfer.
Aus diesen Überlegungen heraus, bin ich bereit,
mein Wissen und meine Erfahrung in Theorie & Praxis
weiterzugeben.
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