Start

Hunde & Sport

Schutzdienst

Ausbildung

Seminare

Kontakt & Links

Kritik am Rande


Daneskjold Goyar                                             VPG 2, IPO 3


  

stammte aus der gleichen Zuchtstätte wie T-Rex

 

 

Abstammung

Goyar verfügte über gänzlich andere Charakter- und Wesenseigenschaften, wie meine vorherigen Hunde und verlangte von mir innerhalb des Trainings äußerste Konzentration.
Für mich persönlich eine schwierige und neue Herausforderung, bei der ich aber weiterhin gelernt habe.

Hier stand mir Edgar Scherkl wiederum zur Seite. Er zeigte mir einige Sachen, die mir beim Aufbau sehr geholfen haben und ich figurierte seinen „Cayman“, denn beide Hunde waren im gleichen Alter. J
Bei der weiteren Schutzdienstausbildung von Goyar wurde ich mit Rat und Tat von Jörg Otta unterstützt. Ein Helfer mit viel Einfühlungsvermögen und Sachverstand; damit eine große Hilfe, diesen schwierigen Hund entsprechend zu arbeiten.

 

  
Im August 2007 legten wir die VPG 1 ab, im September folgte die VPG 2 und im November zweimal die IPO 3.
  Dann folgte die erste große Prüfung für Goyar im Sportjahr 2008.
 
Gerade dreijährig startete er bei der dHV-Sichtung in Mainflingen, und zeigte eine sehr gute Leistung mit einem nachhaltig beeindruckenden Schutzdienst
.

 

Diese Bilder sollen keinesfalls die Helfer oder ihre Artbeit verunglimpfen.
Ich selbst weiß, wie schwer es ist, solch einen Hund zu figurieren und bin immer heilfroh, wenn sich keiner verletzt. 
Der Betrachter soll hier nur einen Eindruck bekommen, mit welcher Wucht und Intensität Goyar gearbeitet hat.

 

Es folgte die VDH DM IPO in Haren, ...

  

 

 

... und die dHV DM in Kamenz.

Es hatte sich nun herauskristallisiert, dass dieser Hund äußerst schwer zu führen war. Durch sein enormes Triebpotenzial stand er sich oft selbst im Weg.
Gekoppelt mit der Motivation, alles richtig machen zu wollen, führte dies manchmal zu Übersprungshandlungen und Unkorrektheiten.
Die Anwendung von Korrekturen jeglicher Art führten bei ihm zu einem noch höheren Triebverhalten.
Bei diesem Hund galt nur eins: Ruhe bewahren.

 

 

In 2009 nahm ich mit Goyar an der dHV-Sichtung in Mühldorf teil. Wir durften uns allerdings nicht für weiterführende Wettkämpfe qualifizieren.

Deshalb starteten wir im September bei der Kreismeisterschaft, belegten den 2. Platz und nahmen im November an der Landesmeisterschaft teil.

Im April 2010 starteten wir bei der Kreismeisterschaft und belegten den 3. Platz.


Auf einen möglichen Start bei der DVG BSP verzichteten wir. Denn zusammen mit einer weiteren Prüfung waren wir für die LM im September qualifiziert. Und aufgrund der Vorkommnisse des letzten Jahres war dies m. E. nach auch vollkommen ausreichend.

Ende September 2010 nahmen wir an der LM des DVG LV Westfalen teil und belegten den 8. Platz. Mit diesem sehr guten Ergebnis war eine Qualifikation für die DVG BSP möglich. Ich hatte aber wiederum beschlossen, auf eine Teilnahme zu verzichten. Obwohl meine Arbeit mit ihm zu einer wesentlichen Verbesserung in allen Abteilungen geführt hat, war er aber hier und da leider immer noch recht unbeständig. Eine weitere Steigerung sah ich aufgrund seines Temperaments nicht mehr.
Zum anderen konnten ich (und auch viele andere Leute) manche Sachen nicht nachvollziehen. Und das betraf nicht nur Goyar's Leistungen!
Anstatt mich darüber ständig zu ärgern, beschloss ich, Goyar nicht mehr führen.

 

Information:
Als bekannt wurde, dass ich Goyar nicht mehr führten wollte, kamen auch schon ein paar Nachfragen und Angebote. Ich konnte mich aber niemals mit dem Gedanken anfreunden, Goyar in Sportlerhände abzugeben. Ich wollte einfach nicht, dass sich jemand mit vermeintlich "besseren Ausbildungsmethoden" an dem Hund versucht und ihn dabei unterschätzt.
Ich dachte mir, dass Goyar aufgrund seiner interessanten Blutlinie und seiner außergewöhnlichen Gebrauchshundeigenschaften der Zucht guttun würde. Also wartete ich auf jemanden, der ihn nur hierfür gebrauchen wollte. Auch hier gab es ein mehrere Interessenten.

Im November 2010 trennte ich mich dann von ihm. Der neue Besitzer versprach mir, ihn als Deckrüden einsetzen zu wollen. Deshalb waren wir geschockt, als wir nur 2 Monate später erfahren mussten, dass Goyar eingeschläfert wurde, weil "im Training" immer häufiger "die auffällige Gangart" zu beobachten war.

Im Zuge der HD-und ED-Untersuchung wurde auch Goyar’s Rücken- und Lendenwirbelbereich geröntgt. Es wurden jedoch nur die Hüft- und Ellbogenaufnahmen offiziell ausgewertet. Die ebenfalls mit eingesandten Rücken- und Lendenwirbelaufnahmen liegen bei der DMC-Geschäftstelle. Sie zeigten seinerzeit bei der Begutachtung durch den Röntgentierarzt keinerlei Auffälligkeiten. Im Gegenteil: Zu seiner Aussage: „Hurra, hier haben wir das Gerippe des Monats“ erklärte er mir damals u. a., dass jeder Wirbel einen optimalen Abstand zum anderen hatte.
Die körperlichen Anforderungen der Landesmeisterschaft 2010, wie Sprünge, Zuläufe, etc. absolvierte Goyar absolut problemlos. Allein im SD bereitete er den Helfern (wie immer) ein wenig Mühe.
Nicht nur deshalb ließ ich Goyar 1 Woche nach der Landesmeisterschaft routinemäßig bei einem Fachtierarzt für Bewegungsmotorik untersuchen. So handhabe ich es zum Saisonende seit Clip und T-Rex eigentlich immer. Denn zweimal hatte ich es bei diesen beiden mit verstauchten Lenden- oder verdrehten Nackenwirbeln zu tun, die sie sich im SD geholt hatten.

Die Untersuchung war ohne Befund. Goyar war soweit also vollkommen gesund.

Am Tage der Abgabe habe ich dem neuen Besitzer Goyar's Können und Vermögen in UO- und SD-Teilen zu Hause bei uns im Garten ebenso vorgeführt, wie seine Eigenart, selbst bei leichten Einwirkungen noch aktiver zu reagieren.
Auch dabei zeigte er keinerlei körperlichen Mängel- oder Ausfallerscheinungen. Warum auch? Schließlich hatte ich seit 2 Monaten auch nicht mehr mit ihm gearbeitet.

 

for english version, please klick on the flag    www.3dflags.com