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Diese Aussage
kann ich nur unterstützen. Allerdings nicht im ursprünglich gemeintem Sinne, wenn
ich die nachfolgenden Zeilen lese.
Was in der letzten Zeit passierte, lässt die langjährigen Kenner der Szene nur
noch Erschaudern. Man schaue sich so manche Meisterschaft an, und kommt dann
vielleicht drauf, warum die Platzierungsliste so am Ende aussieht.
Wenn man ein wenig nachforscht und sich dann mal umhört, braucht man
nur noch 1 + 1 zusammenzählen. Dann wird einem schnell klar, warum so manches
„Top-Event“ einen sehr faden Beigeschmack hat. Des
Öfteren konnte man schon Miterleben, wie unfair und unsportlich es doch in ganz
bestimmten Verbänden zugehen würde. Zu meinem Erfahrungsschatz gehört auch die
Frage, was genau ich oder konkret genannte andere Teilnehmer denn verbrochen
hätten, weil die Beurteilung im Gegensatz zu Anderen „äußerst unverständlich“
war. So manch einer hat den Eindruck, dass nicht mehr die besten Teams des Tages
gewinnen soll.
Man fragt
sich manchmal, warum so manche Fährte oder Unterordnung plötzlich anders
beurteilt wird, als absolut gleichwertige Leistungen, die man noch ein paar Hunde
zuvor ganz genau betrachtet hat. Und das betrifft sowohl das Verhalten als auch
die eigentliche Arbeitsleistung. Zum Beispiel werden bestimmte Übungsausführungen
der Hunde bei dem Einen kritisiert und die identische Ausführung bei dem Anderen
ganz einfach übersehen oder sogar noch positiv hervorgehoben. Man sieht
Körperhaltungen oder Laufstile die bei dem einen Hundeführer bemängelt werden und
bei anderen gar keine Erwähnung finden. Oder es wundert einen, warum bestimmte
Hunde im Schutzdienst plötzlich nicht mehr ablassen wollten/konnten, oder
ausgerechnet dort nur einen schlechten Griff setzen konnten.
- Kann es daran liegen, dass bspw. durch die Einteilung bestimmter LR oder
SD-Helfer beste Voraussetzungen für ganz bestimmte Teilnehmer
geschaffen werden und somit die Sieger meist schon im Vorfeld
feststehen
sollen?
- Kann es ein, dass die Verantwortlichen auf Weisung bestimmter Personen
handeln?
- Wird etwa schon vor der eigentlichen Meisterschaft insgeheim
abgesprochen, wie etwas laufen soll?
- Ist es möglich, dass immer mehrere, gleiche Personen dabei beteiligt sind,
die im Hintergrund die „Fäden ziehen“ und zusammenhalten?
- Existiert mittlerweile schon ein Netzwerk, in dem sich die Gefälligkeiten
zugespielt werden und die Beteiligten sich –ihrer Macht bewusst –
daran
ergötzen?
- Verschaffen Sie dem einen oder anderen „Freund“ und „Kumpanen“ gewisse
Vorteile, die garantierte Erfolge versprechen?
- Ist es tatsächlich möglich, dass schon nach Bekanntsein des Starterfeldes
oder direkt bei der Durchführung von Wettkämpfen manipulierend
eingegriffen wird?
Man stelle
sich nur mal – rein hypothetisch – vor, auf den amtierenden LR wird hinsichtlich
seiner Beurteilung Einfluss genommen. Da steht der „arme Tropf“ nun und fragt
sich, ob er den Anweisungen folgen soll. Man versetze sich nun in seine Lage: Da
hat er seinen Richterschein gemacht und darf nun – nach etlichen Jahren Erfahrung
– endlich eine höhere Meisterschaft richten. Bleibt er nun bei seinem
ursprünglichen Urteil, so war das die letzte Meisterschaft, bei der er auf dem
Rasen stehen darf. Ab sofort wird er nur noch für Vereinsprüfungen eingeteilt und
vielleicht mal hier und da zu einer Kreismeisterschaft o. ä. Folgt er der
Anweisung, dann darf er darauf hoffen, irgendwann nochmals richten zu dürfen
(wenn er denn lange genug buckelt). Denn nun gilt er als „formbar“. Und dann
nimmt das Spielchen erneut seinen Lauf. Ist so etwas möglich?
Es gibt und ich kenne natürlich auch eine Vielzahl von LR, die gradlinig und
kompetent agieren und sich nicht in ihr Urteil hineinreden lassen. Aber es soll
halt auch andere geben.
Hat sich mal jemand gefragt, warum so manch guter LR oder auch SD-Helfer nicht
mehr zu höheren Wettkämpfen nominiert wird, oder warum ausgerechnet zwischen
Siegern und eingeteilten Verantwortlichen eine ganz „besondere Beziehung“
besteht? Natürlich lässt sich das nicht immer vermeiden, aber sind jetzt sogar
Weltmeisterschaften und deren Qualifikationsprüfungen davon betroffen?
Jedes Jahr tauchen relativ unbekannte Hundeführer mit gut ausgebildeten Hunden
auf und belegen eventuell sogar bei Meisterschaften einen Spitzenplatz. Warum
können sie nach einem Erfolg diese Leistung in den darauffolgenden Jahren nicht
halten? Böswillige Leute unterstellen, dass diesen Hundeführern im
darauffolgenden Jahr „ein wenig“ mehr Beachtung geschenkt wurde, obwohl eine
gleichwertige oder sogar bessere Leistung abgeliefert wurde.
Der aufmerksame und interessierte Leser kann daraufhin ja mal die Meisterschaften
der vergangenen Jahre vergleichen, und für sich entscheiden, welche Hundeführer
nicht (mehr) „erwünscht“ sind. Ob ihm dabei etwas auffällt?
Was geht in manchen Köpfen vor, wenn sich die Protagonisten morgens im Spiegel
betrachten und sich hämisch grinsend ihrer ergaunerten Erfolge oder des
gelungenen Strippenziehens erfreuen? Welche "Mordgelüste" beschleichen einen
betrogenen, gefrusteten Teilnehmer, wenn er sieht, wie ein solcher
Sieger dankend seinen Steigbügelhaltern die Hände schüttelt?
Sollten solche oder ähnliche Annahmen tzutreffen, dann kann man sich leicht
ausrechnen welchen Einfluss diese politisch motivierten Machtdemonstrationen auf
die Platzierungsreihenfolge haben.
Ähnliches soll sogar auf Zuchtzulassungsprüfungen einzelner Verbände geschehen.
Kaum zu glauben, dass auch dort die sog. „Vetternwirtschaft“ herrscht. So manchem
Beteiligten oder aufmerksamen Zuschauer kam aber gerade dieser Gedanke, wenn die
Beurteilungen bekanntgegeben werden. Wird die Beurteilung etwa nach Zugehörigkeit
zu einem bestimmten „Inner Circle“ oder etwa Zwingernamen, oder etwa Abstammung
beeinflusst?
Und wenn man so manch einer über diese Gedanken und Meinungen hinter
vorgehaltener Hand redet, ist auch immer wieder folgender Satz zu hören: „Das war
aber früher auch schon so.“ oder „ Das gibt es in jeder Sportart, bei denen
Menschen richten. Guck dir Dressurreiten oder Eiskunstlauf an.“ Und vom
Gegenüber: „Stimmt ! Aber nicht in solch einer massiven Form, wie
heutzutage.“
Wiederum andere glauben, dass alles fair abläuft und man gegen die heutigen
„Berufshundesportler/-ausbilder“ gar keine Chance mehr hat. Das sind diejenigen,
die ihren ursprünglichen Beruf aufgegeben haben und sich heute (fast)
ausschließlich mit der Hundeausbildung, Durchführung von Seminaren und privaten
Trainingsangeboten beschäftigen. Zwischen ihnen tobt so eine Art Kleinkrieg, denn
nur derjenige, der oben mitläuft gilt als erfolgreich und kann somit seinen
Lebensunterhalt weiterhin sichern. Also wird gegen die unliebsame Konkurrenz
vorgegangen. Und das könnte dann auch diejenigen „einfachen“ Hundesportler
betreffen, die sich in deren Sog befinden. Genauso kann man seine Günstlinge
einfachheithalber mal nach oben befördern, um die Aufmerksamkeit auf sich selbst
und seine Trainingsmethode /-gruppe zu lenken.
Mit Vermutungen und Äußerungen dieser Art hält man sich aber lieber im
Hintergrund, weil ansonsten mit Ressentiments seitens der „Obrigkeit“ zu rechnen
ist. Außerdem ist man ja meist nicht selbst betroffen. Und umso besser, wenn es
einen Konkurrenten erwischt.
Oder aber man wird als „Spinner“ bezeichnet, der „nichts mehr auf die Reihe
kriegt“, deshalb „gefrustet“ ist und „alles übertreibt“.
Wer kennt den Film „Fletchers Visionen“?
Was passiert, wenn die neue PO ab 2012 in Kraft tritt und die Leistungsrichter
(richtigerweise) auf Erwartungshaltung und positives, triebvolles Verhalten
gesteigerte Aufmerksamkeit legen müssen? Inwieweit wirkt sich die die Auslegung
von Mimik und Körpersprache des Hundes während der Arbeit auf die Benotung aus?
Wenn nicht hier, dann kann noch ein anderer Hebel angesetzt werden, denn der LR
hat auch darauf zu achten, ob Körperhilfen absichtlich oder unabsichtlich
gegebenen wurden. Die Prädikatvergabe fällt dementsprechend aus und schafft noch
größere Manipulationsspielräume. Besteht nicht die Gefahr, dass so manche
Beurteilung nicht noch ungerechter werden kann?
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