... war ein Uwe Kirschental - Sohn aus einer Greif Lahntal
-Tochter, der vor Trieb und Arbeitsfreude strotzte und deshalb von mir "Rambo" genannt
wurde.
Ich übernahm den Hund im Alter von 13 Monaten, weil die
HF'in ihn in keinster Weise beherrschte. Die Fährte und Unterordnung bereiteten mir
weniger Probleme, wohl aber das Ablassen und die Sauberkeit im Schutzdienst.
Die damalig gebräuchlichen "Ausbildungsmethoden", einem
Hund das Ablassen und Verbellen beizubringen, muss ich hier wohl nicht beschreiben. Ich
wollte jedenfalls hiervon keinen Gebrauch machen, denn die Prüfungsergebnisse waren nicht nur
mittelmäßig, sondern vor allem sehr unbeständig.
Eine große Hilfe hierbei war Edgar Scherkl. Wir hatten uns schon
früher hier und da kennengelernt, als er mit seinem Rottweiler auf Prüfungen unterwegs war,
und auch schon gemeinsam einen Flutlichtpokal figuriert, wo die dort teilnehmenden Hunde
allerdings nicht so gut aussahen.
Es muss wohl Schicksal gewesen sein, aber bei Edgar lernte ich 1987 eine ganz neue Art des
Schutzdienstes kennen. Inspiriert von Dr. Helmut Raiser bildete Edgar seine Vereinshunde im
Schutzdienst aus. Beim Training zu einem Pokalwettkampf sah ich dort Hunde, die druckvoll
und sensationell arbeiteten und dabei sehr gut im Gehorsam standen. Edgar kannte meinen
"Rambo" noch nicht, war aber sofort von ihm begeistert. Er lehrte dem Hund und mir - für
die damalige Zeit - revolutionäre Dinge. Nach ca. 8 Wochen hatte ich mein
Rüstzeug, und als Helfer und Hundeführer viel dazugelernt. In dieser Zeit habe ich nicht
ein einziges Mal Schutzdienst in meinem Verein gemacht.
Die erste Belohnung für dieses Durchhalten und "offen sein für neue
Ausbildungsmethoden" war eine Prüfung, an der 20 Hunde teilnahmen. Ich wurde Tagessieger
mit 292 Pkt. Im Winter festigte ich die Ausbildung und dann folgten drei Jahre mit Kreis-
und Landesmeisterschaften. 1989 schaffte ich sogar den Sprung zur dHV-DM und belegte dort
den 8. Platz. Vorher hatte "Rambo" mit 99 Pkt. in der Abtlg. C bei der LVM den besten
Schutzdienst aller 40 Teilnehmer gezeigt. Das alles hatte ich Edgar Scherkl zu
verdanken.