|
Gerade 17-jährig, erwarb ich den damaligen "Helferschein"
und wurde erstmalig für einen Pokalwettkampf, zusammen mit einem anderen Helfer,
nominiert. Hier nahmen 20 Hund teil, ganze 9 bestanden in der Abtlg. C.
Durch die Ausbildung mit meinen Hunden lernte ich Edgar
Scherkl kennen, und gestärkt durch die hier gewonnen neuen Erkenntnisse bei der
Ausbildung mit "Rambo" entwickelten sich bei mir auch ganz andere Sichtweisen und
Arbeitstechniken. Ich wurde zu einem gefragten Schutzdienstausbilder für
"Problemfälle", besonders bei älteren Hunden. Es folgte der Einsatz als Helfer auf Kreis-, Landes- und
Verbandsmeister-schaften, wo die Meldezahlen ganz plötzlich schrumpften, als
bekannt wurde, das ich figurieren sollte. Fakt aber war, daß Hunde die sich bei
mir durchsetzten, bei allen anderen Helfern keine Probleme hatten und gute Arbeit
zeigten.
Eines Tages wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, das Championat der
Malinois zu figurieren. Oh ja, natürlich, dachte ich. Dieser Hunderasse, die in
den letzten Jahren immer mehr und mehr zu sehen war, wollte ich mal auf den Zahn
fühlen. Heiner Bruns besaß 1985 oder '86 den ersten dieser Hunde in unserer
Gegend. 1989 lernte ich Volker Riedel und seinen "Kolos des Deux
Pottois" auf der dHV DM kennen. Dann tauchten sie durch Edgar in
Repelen auf, und später allerorts. Anfangs waren sie noch verpönt als
"Modeerscheinung", "Strohfeuer", etc.; dann gehasst als "Fleckenfüchse", "gelbe
Stallhasen", "Pommesstäbchen", usw.
Ehrlich gesagt, auch ich konnte diesen Hunden anfangs nicht viel Sympathie
abgewinnen. Aber beim DMC-Championat 1994 bekam ich eine ganz neue Sichtweise
über diese Hunderasse. Es überraschte mich, wie gut die Hunde sich einsetzten,
nicht nur im Schutzdienst. Zwei Hunde konnten in C nicht bestehen, was jedoch auf
fehlerhaften Ausbildungsstand und weniger auf die Qualität der Hunde
zurückzuführen war. Niedrige Punktzahlen oder "ungewohntes" Figurieren
führten damals zu keinerlei Unmutsäußerungen. Diese Ergebnisse waren halt auch
unter widrigen Umständen hart und ehrlich erkämpft, und man war sich gewiß, daß
man diese Punkte bei anderen Prüfungen auch erreichen konnte.
|